Die Lösung entwickelt den bestehenden Webshop vom reinen Bestellkanal zu einem datenbasierten Kommunikations- und Aktivierungspunkt weiter. Webshop-Daten, CRM, Marketing Automation, Bestellhistorien und Serviceanlässe verbinden sich zu einer Plattform für gezielte Bestandskundenkommunikation, Partneraktivierung und automatisierte Nachkaufimpulse.
Das Unternehmen entwickelt und vertreibt professionelle Reinigungsmaschinen, Hygienelösungen, Verbrauchsmaterialien, Reinigungschemie, Zubehör, Ersatzteile und Serviceleistungen für gewerbliche Anwender. Zu den Zielgruppen gehören Gebäudedienstleister, Industrieunternehmen, kommunale Einrichtungen, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Hotellerie, Handel sowie Facility-Management-Dienstleister. Der Vertrieb erfolgt überwiegend indirekt über Fachhändler, regionale Vertriebspartner, Servicepartner und spezialisierte Reseller. Diese Partner beraten Endkunden, verkaufen Maschinen und Verbrauchsmaterialien, übernehmen Teile der Einweisung und unterstützen häufig auch Wartung, Reparatur und Nachkaufprozesse. Neben dem Verkauf größerer Maschinen spielen wiederkehrende Umsätze durch Zubehör, Reinigungsmittel, Ersatzteile, Wartungspakete und Serviceleistungen eine zentrale Rolle. Genau hier lag ein großes Potenzial, das vor der Umsetzung digital noch nicht systematisch erschlossen wurde.
„Unser Webshop war bereits etabliert und hat die Bestellprozesse zuverlässig abgebildet. Der eigentliche Mehrwert entstand für uns durch die Verbindung mit CRM und Marketing Automation. Heute nutzen wir Bestellhistorien, Produktinteressen und Serviceanlässe deutlich gezielter für Interessentengewinnung, Bestandskundenkommunikation und Partneraktivierung. Dadurch wurde aus einem transaktionalen E-Commerce-System ein aktiver Baustein unserer Vertriebs- und Kundenkommunikation."
Der Hersteller verfügte bereits über eine bestehende E-Commerce-Lösung. Der Webshop wurde von Fachhändlern, Servicepartnern und Bestandskunden genutzt, um Produkte, Ersatzteile, Zubehör und Verbrauchsmaterialien zu bestellen. Auch grundlegende transaktionale Mailings wie Bestellbestätigungen, Versandinformationen oder Statusmeldungen wurden bereits verschickt.
Die E-Commerce-Lösung war damit operativ etabliert, wurde jedoch vor allem als Bestell- und Transaktionssystem genutzt. Es gab noch keine systematische Interessentengewinnung über digitale Kampagnen, keine automatisierte Qualifizierung neuer Kontakte und keine strukturierte Bestandskundenkommunikation auf Basis von Bestellhistorien, Produktinteressen oder Serviceanlässen.
Für den Hersteller wurde daher eine integrierte E-Commerce-, CRM- und Marketing Automation-Architektur aufgebaut. Ziel war es, die bestehende Webshop-Infrastruktur nicht zu ersetzen, sondern strategisch zu erweitern: vom reinen Transaktionskanal hin zu einem datenbasierten Kommunikations-, Vertriebs- und Aktivierungskanal.
Im Mittelpunkt stand die Verbindung von Webshop-Daten, CRM-Informationen, Händlerzuordnung, Bestellhistorien, Produktinteressen, Serviceintervallen, Opt-in-Informationen und automatisierten Kommunikationsstrecken.
Vor der Umsetzung funktionierte der Webshop als Bestellplattform zuverlässig. Fachhändler, Reseller, Servicepartner und ausgewählte Bestandskunden konnten Produkte, Zubehör, Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien online bestellen. Auch die notwendigen transaktionalen E-Mails wurden ausgelöst.
Die Kommunikation endete jedoch weitgehend mit der Transaktion. Wurde ein Produkt bestellt, folgten Bestellbestätigung, Versandinformation oder Statusmail – aber keine systematische weitere Nutzung der Information für Marketing, Vertrieb oder Service. Die vorhandenen Daten blieben damit deutlich unter ihrem eigentlichen Potenzial.
Typische Einschränkungen waren:
Die zentrale Herausforderung bestand darin, aus einem bestehenden, transaktional geprägten E-Commerce-System einen aktiven Bestandteil der Vertriebs- und Kundenkommunikation zu machen.
Für den Hersteller wurde die vorhandene E-Commerce-Lösung mit CRM und Marketing Automation verbunden. Das Ziel war nicht der Aufbau eines neuen Shops, sondern die intelligente Nutzung bereits vorhandener Daten und Prozesse.
Das CRM bildete die zentrale Sicht auf Händler, Reseller, Servicepartner, Endkunden, Maschinenbestände, Ansprechpartner und Vertriebsaktivitäten. Der Webshop lieferte Bestell-, Produkt-, Warenkorb-, Ersatzteil- und Transaktionsdaten. Die Marketing Automation übernahm Segmentierung, Kampagnensteuerung, Lead-Nurturing, Bestandskundenkommunikation und triggerbasierte E-Mail-Ausspielung.
Die Lösung bestand aus sechs zentralen Bausteinen.
1. Erweiterung des Webshops um aktive Interessentengewinnung
Rund um relevante Produktlinien, Branchenlösungen und Serviceangebote wurden digitale Einstiegspunkte geschaffen. Dazu gehörten Landingpages, Kampagnenformulare, Produktinteressen-Abfragen und Anfragestrecken für Beratung, Teststellung oder Händlerkontakt.
Interessenten konnten dadurch nicht nur passiv über den Webshop bestellen, sondern aktiv in qualifizierende Prozesse geführt werden. Je nach Anfrage, Branche, Region und Produktinteresse wurden Kontakte automatisch im CRM dokumentiert und dem passenden Vertriebspartner oder internen Team zugeordnet.
2. Lead Management und Scoring
Neue Kontakte aus Kampagnen, Formularen, Produktanfragen, Messen und Webshop-Interaktionen wurden zentral erfasst und bewertet. Das Lead Scoring berücksichtigte unter anderem Herkunft, Produktinteresse, Branche, Unternehmensgröße, Interaktionsverhalten und Kaufnähe.
Besonders relevante Anfragen konnten dadurch priorisiert an Vertrieb, Fachhandel oder Servicepartner übergeben werden. Kontakte mit geringerem Reifegrad wurden automatisiert weiterentwickelt, beispielsweise über thematische Informationsstrecken, Produktvergleiche, Anwendungstipps oder branchenspezifische Inhalte.
3. Segmentierung nach Zielgruppe, Produktinteresse und Händlerstruktur
Auf Basis von CRM- und Webshop-Daten wurden Zielgruppen systematisch segmentiert. Dazu gehörten Fachhändler, Reseller, Servicepartner, Bestandskunden, Interessenten, Endkunden einzelner Branchen sowie Kontakte mit spezifischem Produkt- oder Serviceinteresse.
Die Segmentierung erfolgte beispielsweise nach:
Dadurch konnten Inhalte deutlich relevanter ausgespielt werden. Fachhändler erhielten andere Informationen als Servicepartner oder Endkunden, obwohl dieselbe technische Plattform genutzt wurde.
4. Cross- und Upselling auf Basis von Bestellhistorien
Die bestehenden Bestellhistorien aus dem Webshop wurden für automatisierte Bestandskundenkampagnen nutzbar gemacht. Wurde eine bestimmte Reinigungsmaschine bestellt, konnten zeitversetzt passende Reinigungsmittel, Pads, Bürsten, Ersatzteile, Wartungspakete oder Schulungsangebote kommuniziert werden.
Auch Verbrauchsmaterialien wurden in die Automatisierungslogik einbezogen. Auf Basis typischer Verbrauchszyklen konnten Kunden rechtzeitig an Nachbestellungen erinnert werden. Gleichzeitig konnten Fachhändler Hinweise erhalten, wenn bei ihren zugeordneten Kunden ein relevanter Nachkauf- oder Serviceanlass entstand.
Damit wurde aus einer einmaligen Bestellung ein Ausgangspunkt für wiederkehrende, relevante Kommunikation.
5. Weiterentwicklung der transaktionalen Kommunikation
Die bereits bestehenden transaktionalen Mailings wurden in eine professionellere, dynamischere Kommunikationslogik überführt. Bestellbestätigungen, Versandinformationen, Lieferstatus, Servicehinweise, Wartungserinnerungen, Garantieinformationen und Rückmeldungen zu Reparatur- oder Ersatzteilanfragen konnten nun stärker personalisiert und zielgruppenspezifisch ausgespielt werden.
Die Templates wurden dynamisch aufgebaut. Je nach Produktlinie, Händlerzuordnung, Sprache, Servicefall oder Kundentyp wurden unterschiedliche Inhalte ausgespielt. So blieb die Kommunikation markenkonform und konsistent, konnte aber dennoch relevanter und vertrieblicher genutzt werden.
6. Kommunikationshistorie für Vertrieb, Service und Partnerbetreuung
Im CRM wurde sichtbar, welche E-Mails ein Kontakt erhalten hatte, welche Inhalte konsumiert wurden, welche Formulare ausgefüllt wurden, welche Bestellungen vorlagen und welche Serviceprozesse aktiv waren.
Dadurch konnten Vertrieb, Fachhandelssupport und Kundenservice Anfragen schneller einordnen. Gleichzeitig wurde vermieden, dass Kontakte unpassend oder mehrfach angesprochen wurden. Auch Bounces, Opt-outs und Permission-Informationen wurden systematisch verarbeitet und für weitere Kommunikation berücksichtigt.
Ergebnis
Der Hersteller verfügt heute über eine integrierte E-Commerce-, CRM- und Marketing Automation-Architektur, die auf der bereits bestehenden Webshop-Lösung aufsetzt und diese deutlich erweitert.
Aus einem zuvor vor allem transaktional genutzten Webshop wurde ein datenbasierter Vertriebs- und Kommunikationskanal. Bestellungen, Produktinteressen und Serviceereignisse lösen heute automatisiert Folgeprozesse aus. Fachhändler und Reseller werden gezielter unterstützt, während Bestandskunden relevantere Informationen zu Produkten, Zubehör, Verbrauchsmaterialien und Service erhalten.
Die wichtigsten Ergebnisse:
Mit der Lösung konnte der Hersteller den vorhandenen Webshop deutlich stärker für Vertrieb, Service und Kundenbindung nutzen. Die E-Commerce-Lösung blieb weiterhin Bestellkanal, wurde aber zusätzlich zum Ausgangspunkt für relevante Kommunikation und automatisierte Folgeprozesse.
Die konkreten Vorteile:
Besonders wertvoll war, dass die bestehende E-Commerce-Lösung nicht neu gedacht werden musste. Der entscheidende Mehrwert entstand durch die intelligente Verbindung mit CRM und Marketing Automation.
Die integrierte Lösung erzeugte operative Entlastung, zusätzliche vertriebliche Aktivierung und eine deutlich bessere Nutzung vorhandener Daten. Der wirtschaftliche Effekt entstand nicht durch den Webshop selbst, sondern durch dessen Weiterentwicklung vom reinen Transaktionssystem zum automatisierten Kommunikations- und Vertriebskanal.
Der ROI lag damit vor allem in der Aktivierung bislang ungenutzter Potenziale: vorhandene Bestellungen, vorhandene Kundenbeziehungen, vorhandene Produktinteressen und vorhandene Webshop-Daten wurden erstmals systematisch für Marketing, Vertrieb und Service nutzbar gemacht.
Der Hersteller hat mit der Lösung eine Plattform geschaffen, die eine bestehende E-Commerce-Infrastruktur strategisch aufwertet. Der Webshop wurde vom reinen Bestell- und Transaktionskanal zu einem zentralen Daten- und Aktivierungspunkt im Kunden- und Partnerlebenszyklus.
Der strategische Mehrwert zeigt sich in drei Dimensionen.
1. Aktivierung vorhandener E-Commerce-Daten
Bestellhistorien, Produktinteressen und Serviceinformationen werden nicht mehr nur dokumentiert, sondern lösen relevante Kommunikation aus. Dadurch entsteht mehr Wert aus Daten, die bereits vorhanden waren.
2. Stärkung des indirekten Vertriebs
Fachhändler, Reseller und Servicepartner werden gezielter mit relevanten Kampagnen, Produktinformationen und Vertriebsimpulsen unterstützt. Gleichzeitig behält der Hersteller eine zentrale Sicht auf Daten, Kommunikation und Kampagnenwirkung.
3. Aufbau relevanter Bestandskundenkommunikation
Kommunikation entsteht stärker aus dem tatsächlichen Bedarf: gekaufte Produkte, Einsatzbereich, Branche, Serviceintervall, Händlerzuordnung und Webshop-Verhalten. Dadurch wird Marketing Automation zur zentralen Steuerungslogik für relevante B2B-E-Commerce-Kommunikation.
Gerade im indirekten Vertrieb ist diese Verbindung besonders wertvoll. Hersteller, Fachhandel, Reseller, Servicepartner und Endkunde bewegen sich in einer gemeinsamen Prozesslandschaft, haben aber unterschiedliche Informationsbedarfe. Die integrierte Architektur ermöglicht es, diese Unterschiede kommunikativ abzubilden, ohne für jede Zielgruppe eigene Insellösungen aufzubauen.
Die integrierte Lösung erzeugte operative Entlastung, zusätzliche vertriebliche Aktivierung und eine deutlich bessere Nutzung vorhandener Daten. Der wirtschaftliche Effekt entstand nicht durch den Webshop selbst, sondern durch dessen Weiterentwicklung vom reinen Transaktionssystem zum automatisierten Kommunikations- und Vertriebskanal.
Der ROI lag damit vor allem in der Aktivierung bislang ungenutzter Potenziale: vorhandene Bestellungen, vorhandene Kundenbeziehungen, vorhandene Produktinteressen und vorhandene Webshop-Daten wurden erstmals systematisch für Marketing, Vertrieb und Service nutzbar gemacht.
Der Hersteller hat mit der Lösung eine Plattform geschaffen, die eine bestehende E-Commerce-Infrastruktur strategisch aufwertet. Der Webshop wurde vom reinen Bestell- und Transaktionskanal zu einem zentralen Daten- und Aktivierungspunkt im Kunden- und Partnerlebenszyklus.
Der strategische Mehrwert zeigt sich in drei Dimensionen.
1. Aktivierung vorhandener E-Commerce-Daten
Bestellhistorien, Produktinteressen und Serviceinformationen werden nicht mehr nur dokumentiert, sondern lösen relevante Kommunikation aus. Dadurch entsteht mehr Wert aus Daten, die bereits vorhanden waren.
2. Stärkung des indirekten Vertriebs
Fachhändler, Reseller und Servicepartner werden gezielter mit relevanten Kampagnen, Produktinformationen und Vertriebsimpulsen unterstützt. Gleichzeitig behält der Hersteller eine zentrale Sicht auf Daten, Kommunikation und Kampagnenwirkung.
3. Aufbau relevanter Bestandskundenkommunikation
Kommunikation entsteht stärker aus dem tatsächlichen Bedarf: gekaufte Produkte, Einsatzbereich, Branche, Serviceintervall, Händlerzuordnung und Webshop-Verhalten. Dadurch wird Marketing Automation zur zentralen Steuerungslogik für relevante B2B-E-Commerce-Kommunikation.
Gerade im indirekten Vertrieb ist diese Verbindung besonders wertvoll. Hersteller, Fachhandel, Reseller, Servicepartner und Endkunde bewegen sich in einer gemeinsamen Prozesslandschaft, haben aber unterschiedliche Informationsbedarfe. Die integrierte Architektur ermöglicht es, diese Unterschiede kommunikativ abzubilden, ohne für jede Zielgruppe eigene Insellösungen aufzubauen.